Die Stadt Witzenhausen, der Ortsbeirat Unterrieden, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und auch der Werra-Meißner-Kreis haben Ihre Stellungnahmen zum Thema SuedLink eingereicht. Danke an alle die auch privat Stellungnahmen verfasst und eingereicht haben!

Der WMK hat zusammen mit dem Landkreis Göttingen zudem ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches einige Ungereimtheiten bei der Trassenfestlegung ans Tageslicht brachte.

Erst am Dienstagabend bei einer Preisverleihung im Rahmen eines Schülerwettbewerbes der Frankfurter Rundschau, wurden drei Schüler der Beruflichen Schule Eschwege für deren Thema „SuedLink – Fluch oder Segen“ ausgezeichnet. Es waren einige interessierte BürgerInnen und auch Kommunalpolitiker vor Ort.

So wurde nach der Vorstellung der Arbeit der drei Schüler das SuedLink auch dort diskutiert. Der Meinung von Landrat Reuß, der explizit zu dem Thema Stellung nehmen sollte, kann man sich nur anschließen.

Der Beginn des Thema SuedLink liegt bereits viele Jahre zurück. Energiewende war der Aufhänger der Planungen unter anderem für den SuedLink. Der Strom sollte von der Offshore-Windparks in der Nordsee in den Süden der Bundesrepublik transportiert werden. Da waren die Themen Atom- und Kohleausstieg jedoch noch kein Thema. Auch der reine Transport von Strom von Norden nach Süden und umgekehrt wird mittlerweile stark angezweifelt.

Man muss eines ganz klar festhalten: Die jahrelangen Planungen liefen völlig an der Bevölkerung vorbei, die sich verständlicherweise überhaupt nicht mitgenommen und ernstgenommen fühlen. Bei solchen umfassenden Planungen mit so gravierenden Auswirkungen auf Menschen, Flora und Fauna hätte die Bundesregierung dieses Projekt viel öfter hinterfragen müssen.

Hat sich was an den Voraussetzungen oder den Bedarfen geändert?

Haben sich gesetzliche Rahmenbedingungen geändert?

Hat sich der Stand der Technik geändert?

Sind die Auswirkungen auf Umwelt und Menschen ausreichend geklärt? Geht das überhaupt?

Aber weder ein stetiges Hinterfragen, noch ausreichende Aufklärung oder Mitnahme der Bevölkerung fand statt. Es werden schätzungsweise für die Stromtrassen SuedLink und andere kolportierte 50-80 Milliarden Euro ausgegeben. Geld was man in dezentrale Energiesysteme hätte investieren können. Gelder, die man in Forschung hätte investieren können um den Stromverbrauch in Deutschland in Gänze zu analysieren und Vorschläge zur Verbesserung erarbeiten können. Stand heute geht nahezu die Hälfte allen produzierten Stroms in die Wärmegewinnung bzw. Wärmeerzeugung.

Wir müssen uns gegen dieses wahnsinnige und überflüssige Projekt wehren. Wir in Witzenhausen, der Werra-Meißner-Kreis, das Land Hessen, sowie alle betroffenen Bundesländer. Gemeinsam können wir die Bundesregierung dazu bringen für das gesamte Projekt der Energiewende den Reset-Knopf zu drücken.

Alles stoppen und erst einmal überlegen, was ist sinnvoll, was nicht. Was hilft uns dabei die Klimaziele zu erreichen und was sind geeignete Maßnahmen?

In diese Richtung muss es gehen! Nur so schaffen wir unsere Klimaziele!

Witzenhausen gegen den SuedLink

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